Warum die Heizlast alles entscheidet
Eine zu große Wärmepumpe taktet, schaltet also ständig an und aus, verschleißt schneller und arbeitet ineffizient. Eine zu kleine braucht an kalten Tagen den elektrischen Heizstab. Deshalb beginnt jede seriöse Planung mit der Heizlast: der Wärmeleistung, die Ihr Haus am kältesten Auslegungstag braucht.
Der Check schätzt sie aus Fläche und Gebäudezustand. Wenn Sie Ihren Jahresverbrauch eintragen, rechnet er den tatsächlichen Wärmebedarf zurück. Beim Vor-Ort-Termin berechnen wir die Heizlast raumweise nach DIN EN 12831 und prüfen, welche Heizkörper die gewünschte Vorlauftemperatur schaffen.
Vorlauftemperatur: der Hebel für die Effizienz
Je wärmer das Heizwasser sein muss, desto mehr Strom braucht die Wärmepumpe. Mit Fußbodenheizung reichen oft 30 bis 35 Grad, mit großen Heizkörpern 45 bis 50 Grad. Alte, kleine Heizkörper verlangen 55 Grad und mehr. Der Check berücksichtigt das in der Jahresarbeitszahl.
Moderne Geräte mit dem natürlichen Kältemittel R290 erreichen auch höhere Vorlauftemperaturen. Effizienter wird es trotzdem, wenn einzelne zu kleine Heizkörper getauscht werden und der hydraulische Abgleich stimmt.
Zahlen sind das eine. Beim Vor-Ort-Termin rechnen wir Ihr Haus raumweise und verbindlich.
Häufige Fragen
Das hängt vom Dämmstandard ab. Ein gut gedämmter Neubau kommt mit rund 6 bis 8 kW aus, ein teilsanierter Altbau braucht eher 12 bis 16 kW. Der Rechner schätzt die Heizlast aus Fläche und Zustand, verbindlich ist die raumweise Berechnung nach DIN EN 12831 beim Vor-Ort-Termin.
Die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme die Wärmepumpe im Jahresmittel aus einer Kilowattstunde Strom macht. Eine JAZ von 3,5 heißt: aus 1 kWh Strom werden 3,5 kWh Wärme. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto höher die JAZ.
Oft ja. Viele Heizkörper sind großzügiger ausgelegt als nötig. Entscheidend ist, mit welcher Vorlauftemperatur das Haus an kalten Tagen warm wird. Häufig reicht es, zwei oder drei zu kleine Heizkörper zu tauschen.
Er ist ein Überschlag mit offen genannten Annahmen. Mit Ihrem echten Verbrauch aus der Abrechnung wird er deutlich genauer. Strompreis und Gaspreis können Sie selbst eintragen.
Viele Versorger bieten eigene Wärmepumpentarife an, zusätzlich senken steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG die Netzentgelte. Tragen Sie am besten den Preis aus Ihrem Angebot ein, der voreingestellte Wert ist nur ein Startpunkt.
